
Jeder, so heißt es, bezahlt in seinem Leben mindestens eine Immobilie – entweder die eigene oder die des Vermieters. Tatsache ist: Viele Menschen könnten, ohne eine wesentlich höhere monatliche Belastung in Kauf nehmen zu messen, statt zur Miete auch in den eigenen vier Wänden wohnen.
Dabei muss es ja nicht immer gleich ein ganzes Haus sein. Auch mit einer Eigentumswohnung kann man sich einen bleibenden Wert schaffen, statt ein Leben lang Monat für Monat Geld an den Vermieter zu zahlen.
Ob es ein Haus oder eine Wohnung sein soll, das hat nicht nur etwas mit dem finanziellen Budget zu tun. Oft ist es auch eine Frage der Einstellung: Um ein Haus mit eigenem Garten muss man sich in der Regel viel mehr kümmern als um eine Eigentumswohnung in einer Anlage, die von einem Verwalter betreut wird. Die Gemeinschaftsflächen werden meistens von einer Firma gepflegt, die Kosten tragen alle Eigentümer über ihre monatliche oder jährliche Abgabe. Abgesehen davon spielt aber natürlich auch die Tatsache eine Rolle, dass eine kleine Eigentumswohnung für einen deutlich niedrigeren Kaufpreis zu haben ist als ein freistehendes Einfamilienhaus.
So wird eine Eigentumswohnung nicht selten zum Einstieg in das Leben
als Immobilienbesitzer. Bereits mit Anfang oder Mitte 30, manchmal auch
schon in den „20ern“, wenn nach Ausbildung und Studium ein
guter Job gefunden ist, greifen viele Käufer zu und erwerben ihre
erste eigene Wohnung. Wenn dann später eine Familie gegründet
wird oder der Platzbedarf aus anderen Gründen steigt, ist die
Wohnung schon zu einem guten Teil abbezahlt. Der Erlös aus dem
Verkauf bildet dann den Grundstock für die Finanzierung eines
Hauses. Dann ist man vielleicht bald ein Leben lang der Besitzer vom Einfamilienhaus und kann sich freuen.
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